Was sind...? Kompetenzzentren

Kompetenzzentren und -netzwerke führen die fachliche Expertise zu den Themen des Bundesprogramms zusammen und entwickeln sie weiter. Sie organisieren Fachveranstaltungen, Qualifizierungsmaßnahmen und bringen die Entwicklung fachlicher Standards voran.

Ziel ihrer Arbeit ist es, aktuelle Herausforderungen in den verschiedenen Fachgebieten zu identifizieren und zu bearbeiten. Kompetenzzentren und Kompetenznetzwerke entwickeln ihr Themenfeld mit innovativen Ansätzen für die präventiv-pädagogische Praxis weiter.

Auf Basis der Strategie der Bundesregierung zur Extremismusprävention und Demokratieförderung (externer Link) sowie des Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus (externer Link) wurden 14 Themenfelder für die Arbeit der Kompetenzzentren und Kompetenznetzwerke ausgewählt:

Handlungsfeld Demokratieförderung (bei den weiterführenden Informationen handelt es sich um externe Links)

Handlungsfeld Vielfaltgestaltung (bei den weiterführenden Informationen handelt es sich um externe Links)

Handlungsfeld Extremismusprävention (bei den weiterführenden Informationen handelt es sich um externe Links)

Emran Elmazi über die Rolle des Kompetenzzentrum Antiziganismus:

Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma verfügt über langjährige Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit Antiziganismus. Als Kompetenzzentrum stellt es bundesweit die präventiv-pädagogische Arbeit hierzu auf eine neue Grundlage. 

 

Transkript zum Video

Der Holocaust an den Sinti und Roma ist erst 1982 anerkannt worden. Somit konnten wir die Bürgerrechtsarbeit und die damit einhergehende Emanzipation und das Empowerment unserer Gruppe erst spät beginnen. Es ist immer noch heutzutage kaum bekannt, dass Sinti und Roma ebenfalls Opfergruppen während der NS-Zeit waren und in den Schulunterrichten immer noch sehr gering über diese Geschehnisse berichtet wird. Daher ist es auch Teil unserer Aufgabe als Kompetenzzentrum gegen Antiziganismus auch in diesen Zeitraum stärker einzugehen, diese Thematik stärker zu bespielen und eine größere Wahrnehmung an diesem Zeitraum zu legen. Denn wenn wir die Vergangenheit nicht kennen, der Antiziganismus, der geschichtlich veranlagt ist, können wir den aktuellen Antiziganismus und damit einhergehende Herausforderungen kaum entgegentreten. Man sagt, Geschichte wiederholt sich nicht. Leider kann sich die Geschichte aber in anderer Form wiederzeigen, wahrscheinlich nicht identisch, aber in vergleichbarer Form.