Was ist...? Antimuslimischer Rassismus

Antimuslimischer Rassismus ist eine Form von Rassismus, die sich gegen muslimische Menschen richtet. Betroffen sind mitunter auch Menschen, die aufgrund ihres Aussehens oder ihres Namens für Musliminnen und Muslime gehalten werden. Kennzeichnend ist, dass Ausgrenzung und Abwertung von Musliminnen und Muslimen unter Berufung auf kulturelle und religiöse Merkmale erfolgen. Antimuslimischer Rassismus kann sich darin manifestieren, dass den Betroffenen Rechte, Möglichkeiten und Freiheiten vorenthalten werden. Er zeigt sich aber auch in Form negativer Stereotype, Emotionen, Gedanken und Überzeugungen.

Im Rahmen der Deutschen Islam Konferenz (DIK) hat die Bundesregierung zusammen mit islamischen Dachverbänden und weiteren Akteuren der muslimischen Zivilgesellschaft ein gemeinsames Verständnis über unterschiedliche Begriffe und Phänomene im Rahmen der Präventionsarbeit geschaffen, vgl. Zwischenbericht über die Arbeit der Arbeitsgruppe „Präventionsarbeit mit Jugendlichen“ (2011) sowie darüber hinaus den Nationalen Aktionsplan Rassismus (externe Links).

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ setzt sich mit verschiedenen Projekten gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit ein (externer Link).

Mehr Informationen zu dem Thema:

Nina Mühe darüber, wie sich Anti-Muslimischer Rassismus im Alltag äußert:

Transkript zum Video

Wenn wir angucken, wie es sich dann äußert, also antimuslimischer Rassismus, dann ist das sehr stark im sogenannten Alltagsrassismus vorhanden. Das heißt, Menschen mit vermeintlich muslimischen Namen, Aussehen, oder religiös konnotierter Kleidung bekommen beispielsweise sehr viel schwieriger eine Wohnung, werden sehr viel seltener zu Bewerbungsgespräche eingeladen, machen vermehrt Erfahrung mit „Racial Profiling“ beispielsweise am Flughafen oder in Polizeikontrollen stärker kontrolliert werden. Oder werden von Personen auf der Straße oder den öffentlichen Verkehrsmitteln negativ angesprochen oder sogar angegriffen, was immer mehr der Fall ist. Dies passiert vermehrt muslimischen Frauen mit Kopftuch. Dies führt oft dazu, dass diese sehr viel stärker in eine Vermeidungshaltung gehen, sich stärker zurückziehen, die Wohnungssuche auf bestimmte Bezirke einschränken, in denen sie sich sicherer fühlen. Abends nicht mehr alleine rausgehen, Bewerbungen nur noch bei bestimmten Arbeitgebern abgeben oder auch Jugendliche beispielsweise nur das studieren, von dem sie annehmen, dass sie darin eine Möglichkeit hätten, zu arbeiten, sich also generell sehr stark einschränken.